Anschaffungskosten je Gerätetyp: mobil, Split, Multisplit
Hier steht, was Sie für das Gerät zahlen, ohne Strom und meist ohne Einbau. Dazu: warum ein höherer Preis sich lohnen kann und wann nicht.

Mobile Geräte kosten etwa 200 bis 700 €. Split-Geräte kosten etwa 600 bis 1.500 €, dazu kommt der Einbau von oft 800 bis 2.000 €. Multisplit-Anlagen beginnen bei etwa 3.500 € mit Einbau. Preisstand: Oktober 2026.
Preisspannen nach Gerätetyp
Die Tabelle zeigt, was das Gerät allein kostet. Sie beruht auf den Projekt-Spannen für Privathaushalte in Deutschland, Preisstand Oktober 2026. Kauf- und Marktpreise schwanken stark.
| Gerätetyp | Preis fürs Gerät (grob) | Einbau nötig? | Was den Preis bestimmt |
|---|---|---|---|
| Mobiles Gerät mit einem Schlauch | 200 bis 400 € | nein | Leistung, Lautstärke, Zusatzfunktionen |
| Mobiles Gerät mit zwei Schläuchen | 350 bis 700 € | nein | Leistung, Schlauchsystem |
| Mobiles Split | 500 bis 1.200 € | je nach Modell; Wanddurchführung nötig | Leistung, Leitungslänge |
| Wandgerät ohne Außengerät | 800 bis 1.800 € | ja, Wanddurchbrüche | Leistung, Heizfunktion |
| Split (ein Raum) | 600 bis 1.500 € | ja, durch Fachbetrieb | Marke, Inverter, Effizienz |
| Multisplit (2 bis 3 Räume) | ab etwa 3.500 € mit Einbau | ja, durch Fachbetrieb | Zahl der Innengeräte |
Welche Gerätearten es gibt und wie sie arbeiten, steht auf der Seite Gerätetypen.
Gut zu wissen: Die Stiftung Warentest nennt für 15 getestete Split-Geräte Preise von 873 bis 1.957 € (Test 2026, nur Gerät). Das liegt in der oberen Hälfte unserer Spanne. Gute Testgeräte sind also nicht die billigsten.
Was im Preis steckt
Ein Preis besteht aus mehreren Teilen:
- Kältetechnik: Verdichter (der Motor, der das Kältemittel zusammendrückt), Wärmetauscher, Regelung.
- Leistung: Mehr Kälte-Kilowatt brauchen größere Bauteile.
- Inverter: Ein Inverter regelt die Drehzahl des Verdichters stufenlos. Er kostet mehr und spart im Teillastbetrieb Strom. Siehe Inverter erklärt.
- Kältemittel: Neuere Geräte nutzen R32 oder R290. R32 ist leicht entflammbar (Klasse A2L). R290 ist Propan und brennbar (Klasse A3). Mehr dazu: Kältemittel.
- Zusatz: WLAN, Luftreinigung, Heizfunktion, leiser Betrieb.
Die Stiftung Warentest berichtet, dass 2026 erste Geräte mit Propan (R290) im Test sind.
Mobil: Gerätepreis ist fast der Gesamtpreis
Bei mobilen Geräten zahlen Sie kaum mehr als den Kaufpreis. Das Gerät steht im Raum und braucht eine Steckdose. Die Abluft geht über einen Schlauch durchs Fenster.
Der Haken liegt im Betrieb. Die Stiftung Warentest testet Monoblock-Geräte seit 2021 nicht mehr. Kein Gerät erreichte eine bessere Note als 3,8. Ihr Grund: Die Effizienz sei bis zu siebenmal schlechter als bei fest installierten Geräten. Der Mechanismus: Ein einziger Schlauch saugt Raumluft an. Warme Luft strömt durch Ritzen nach. Das Gerät kühlt diese Luft immer wieder neu.
Beispiel Strom (Referenzfall, 35 ct/kWh): 0,77 kW × 8 h × 60 Tage = 370 kWh, also etwa 129 € je Sommer. Siehe Stromkosten.
Split: Das Gerät ist nur ein Teil
Beim Split zahlen Sie das Gerät und den Einbau. Der Einbau kostet oft so viel wie das Gerät oder mehr. Laut Stiftung Warentest darf nur ein Fachbetrieb ein fest installiertes Split-Gerät einbauen, weil der Kältekreis Kältemittel enthält. Mehr: Installationskosten.
Das hat zwei Folgen:
- Der Gesamtpreis liegt meist bei 1.800 bis 4.000 € für einen Raum.
- Ein sehr günstiges Gerät spart wenig. Der Einbau kostet bei jedem Gerät etwa gleich viel.
Rechenbeispiel: Lohnt sich ein teureres, sparsames Gerät?
Ein sparsames Gerät kostet mehr im Kauf und weniger im Betrieb. Die Frage ist: Wann gleicht sich der Mehrpreis aus?
Annahmen (Beispiel, keine Messung): Raum mit 25 m², Gerät mit 2,5 kW Kälte, 8 Stunden am Tag, 60 Tage (480 Stunden), 35 ct/kWh. Der Strombedarf folgt der Formel der Energielabel-Berechnung: Kälteleistung × Stunden ÷ SEER. SEER ist die Effizienzzahl über den ganzen Sommer. Je höher, desto weniger Strom.
| Gerät | SEER | Rechenweg | Strom je Sommer | Kosten je Sommer |
|---|---|---|---|---|
| A (günstig) | 6 | 2,5 × 480 ÷ 6 | 200 kWh | 70,00 € |
| B (sparsam) | 8 | 2,5 × 480 ÷ 8 | 150 kWh | 52,50 € |
| Unterschied | 50 kWh | 17,50 € |
Ist Gerät B 200 € teurer, dann dauert es 200 ÷ 17,50 = etwa 11 Jahre, bis sich der Mehrpreis ausgleicht. Bei 40 ct/kWh sind es 200 ÷ 20 = 10 Jahre. Bei 120 Betriebstagen halbiert sich die Zeit auf etwa 5 bis 6 Jahre.
Das heißt: Bei wenig Betrieb lohnt der Mehrpreis für Effizienz allein oft nicht. Bei langem Betrieb, etwa Kühlen und Heizen, lohnt er sich eher. Mehr zu SEER: Energielabel.
Wichtig: SEER-Werte kommen vom Hersteller und gelten für Prüfbedingungen. Im Alltag weichen Verbrauch und Kosten ab. Verlässlicher sind unabhängige Tests, etwa die der Stiftung Warentest.
Rechenbeispiel: Anschaffung komplett
Der Anschaffungspreis ist bei Split-Anlagen Gerät plus Einbau. Das Beispiel zeigt zwei Fälle für einen Raum. Alle Werte sind Annahmen im Rahmen der Projekt-Spannen (Oktober 2026). Es ist kein Angebot.
| Posten | Günstiger Fall | Aufwendiger Fall |
|---|---|---|
| Split-Gerät | 600 € | 1.500 € |
| Einbau durch Fachbetrieb | 1.200 € | 2.000 € |
| Summe | 1.800 € | 3.500 € |
Rechenweg: Gerät + Einbau. Günstiger Fall: 600 + 1.200 = 1.800 €. Aufwendiger Fall: 1.500 + 2.000 = 3.500 €. Mit sehr hohem Einbauaufwand (Gerüst, lange Leitung) kann die Summe bis etwa 4.000 € und darüber gehen. Die Einzelposten stehen auf der Seite Installationskosten.
Der Unterschied zwischen beiden Fällen beträgt 1.700 €. Davon macht das Gerät 900 € aus (1.500 − 600) und der Einbau 800 € (2.000 − 1.200). Beides schwankt also stark.
Gut zu wissen: Die Anschaffungskosten sind nur der Anfang. Strom und Wartung kommen jedes Jahr dazu. Über zehn Jahre rechnet die Seite Was kostet eine Klimaanlage? alles zusammen.
Typische Fehler beim Preisvergleich
- Nur den Gerätepreis vergleichen. Bei Split-Anlagen fehlt dann der Einbau. Fragen Sie nach dem Komplettpreis.
- Leistungsangaben mischen. Manche Händler nennen BTU statt kW. Rechnen Sie um: 1 kW Kälte entspricht etwa 3.412 BTU je Stunde. Siehe Glossar.
- Energielabel ignorieren. Zwei Geräte mit gleichem Preis können sich im Strom um etwa 17 € (SEER 6 gegen 8) bis 50 € (SEER 4 gegen 8) je Sommer unterscheiden (Rechnung siehe oben und auf der Seite Stromkosten).
- Zubehör übersehen. Fensterabdichtung, Schlauchverlängerung, Halterung oder Fernbedienung stehen oft nicht im Preis. Fragen Sie nach.
- Zu große Leistung kaufen. Mehr Leistung ist teurer und nicht automatisch besser. Der Leistungsrechner zeigt die passende Größe.
Wann Sie sparen können
- Früh im Jahr kaufen. Im Frühjahr sind Geräte und Einbautermine meist günstiger als im Hochsommer. Die Stiftung Warentest rät, früh zu planen. Wie stark die Preise schwanken, konnten wir nicht belegen. Mehr: Preisentwicklungfolgt.
- Vorjahresmodelle prüfen. Sie sind oft günstiger. Prüfen Sie Kältemittel und Effizienz.
- Richtige Größe wählen. Ein zu großes Gerät kostet mehr und schaltet oft an und aus. Nutzen Sie den Leistungsrechner.
- Gesamtkosten rechnen. Vergleichen Sie Kauf, Einbau, Strom und Wartung über zehn Jahre. Siehe Gesamtübersicht.
Wann die Rechnung kippt
- Gerät und Einbau getrennt kaufen. Dann geben manche Betriebe keine Garantie auf das Gerät. Fragen Sie vor dem Kauf.
- Sehr billiges Gerät mit schlechtem Service. Wenn eine Reparatur teuer oder unmöglich ist, kostet es am Ende mehr.
- Mobiles Gerät für ein Dachgeschoss. Bei starker Sonne reicht die Leistung oft nicht. Dann kaufen Sie zweimal.
- Falsche Spezifikation. Prüfen Sie bei Herstellerangaben, ob die Leistung nach der gleichen Norm angegeben ist. Siehe Worauf Sie achten sollten.
Sie fragen sich, ob es auch unter 500 € geht? Dazu gibt es eine eigene Seite: Klimaanlagen unter 500 Eurofolgt.
Häufige Fragen
Warum sind die Preise im Sommer höher?
Die Nachfrage steigt bei Hitze stark. Händler und Fachbetriebe sind dann ausgelastet. Die Stiftung Warentest rät deshalb, früh zu planen. Wir konnten keine genaue Prozentzahl belegen.
Lohnt sich ein günstiges Split-Gerät?
Auf Dauer zählen Stromverbrauch, Lautstärke und Service. Der Einbau kostet bei jedem Gerät etwa gleich viel. Darum spart ein sehr billiges Gerät oft nur wenig am Gesamtpreis.
Was kostet ein mobiles Split-Gerät?
Etwa 500 bis 1.200 €. Es besteht aus einem Innen- und einem Außenteil, die per Schlauchleitung verbunden sind. Mehr: Mobile Split-Klimaanlage.
Kann ich ein gebrauchtes Gerät kaufen?
Das geht, ist aber riskant. Beim Split fehlen oft Garantie und Nachweise zum Kältemittel. Mehr: Gebraucht kaufenfolgt.
Wo kaufe ich am besten?
Das hängt an Ihrem Gerät. Bei Split-Anlagen wählen Sie am besten einen Fachbetrieb, der Gerät und Einbau anbietet. Mehr: Wo kaufen.
Quellen
- Stiftung Warentest: Klimageräte im Test (15 Split-Geräte, 873 bis 1.957 €) – https://www.test.de/Klimageraete-im-Test-4722766-0/ – abgerufen Oktober 2026
- Stiftung Warentest: Mobile Klimaanlagen im Test – https://www.test.de/Mobile-Klimaanlagen-im-Test-Flexibel-aber-wenig-effizient-6228399-0/ – abgerufen Oktober 2026
- Stiftung Warentest: Klimageräte-Installation planen – https://www.test.de/Klimageraete-Installation-Jetzt-die-Klimaanlage-planen-6283788-0/ – abgerufen Oktober 2026
- Verbraucherzentrale: Klimaanlage installieren, was ist zu beachten (Energielabel, 350 Stunden, SEER) – https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/energetische-sanierung/klimaanlage-installieren-was-ist-zu-beachten-10525 – abgerufen Oktober 2026
- ADAC: Klimaanlage mit Einbau, Kosten – https://www.adac.de/rund-ums-haus/wohnen/haushalt/klimaanlage-mit-einbau-kosten/ – abgerufen Oktober 2026
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